“Laura am Klavier / Laura al piano” D. 388b (Franz Schubert)

gener 12, 2017

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Text de: Friedrich von Schiller

Original Alemany

Wenn dein Finger durch die Saiten meistert,
Laura, jetzt zur Statue entgeistert,
Jetzt entkörpert steh’ ich da.
Du gebietest über Tod und Leben,
Mächtig, wie von tausend Nervgeweben
Seelen fordert Philadelphia!

Ehrerbietig leiser rauschen
Dann die Lüfte, dir zu lauschen;
Hingeschmiedet zum Gesang
Stehn im ew’gen Wirbelgang,
Einzuzieh’n die Wonnefülle,
Lauschende Naturen stille.
Zauberin! mit Tönen, wie
Mich mit Blicken, zwingst du sie.

Seelenvolle Harmonien wimmeln,
Ein wollüstig Ungestüm,
Aus ihren Saiten, wie aus ihren Himmeln
Neugebor’ne Seraphim;
Wie, des Chaos Riesenarm entronnen,
Aufgejagt vom Schöpfungssturm, die Sonnen
Funkelnd fuhren aus der Nacht,
Strömt der Töne Zaubermacht.

Lieblich jetzt, wie über glatten Kieseln
Silberhelle Fluten rieseln,
Majestätisch prächtig nun,
Wie des Donners Orgelton,
Stürmend von hinnen jetzt, wie sich von Felsen
Rauschende, schäumende Gießbäche wälzen,
Holdes Gesäusel bald,
Schmeichlerisch linde,
Wie durch den Espenwald
Buhlende Winde,

Schwerer nun und melancholisch düster,
Wie durch toter Wüsten Schauernachtgeflüster,
Wo verlornes Heulen schweift,
Tränenwellen der Cocytus schleift.

Mädchen, sprich! Ich frage, gib mir Kunde:
Stehst mit höhern Geistern du im Bunde?
Ist’s die Sprache, lüg’ mir nicht,
Die man in Elysen spricht?

Traducció al Català

Quan els teus dits senyoregen les tecles,
Laura, romanc, adés com una estàtua sense ànima,
adés com una ànima sense cos.
Tu regnes damunt la vida i la mort,
poderosa, com els milers de teixits nerviosos
que Filadèlfia estimula en les ànimes.

Aleshores, respectuosos, els ventijols remoregen
més fluixet per escoltar-te;
aferrats en el cant
giravolten sense parar,
per inhalar l’esplet de goig,
com éssers escoltants es deturen.
Embruixadora! Els captives amb els sons
com a mi amb el teu esguard.

Harmonies commovedores es congrien,
en voluptuosa vehemència,
a les seves cordes, com serafins
acabats de néixer al cel;
tal com, enfugits del braç gegantí del caos,
encalçats per la tempesta de la creació, els sols
sorgiren espurnejants de la nit,
així brolla el poder màgic dels teus sons.

Adés amb dolçor, com les clares onades
argentades corren damunt còdols polits,
adés esplèndidament majestàtics,
com el so retronant de l’orgue,
adés impetuosos, com torrents bramulants,
escumejants, que es precipiten de les roques,
adés com un murmuri encisador
que afalaga gentilment
com un ventijol suau
bufant per un bosc de trèmols,

adés més greus i foscament melancòlics,
com el xiuxiueig de la nit tenebrosa a través
de l’erm desert, on ronden udols perduts,
i el Cocit arrossega en ones de llàgrimes.

Noia, digues-me! Et demano que em facis saber:
tens alguna relació amb esperits celestials?
És aquest el llenguatge, et prego que no m’enganyis,
que es parla a l’Elisi?

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=3zkRMlMaSc8

 

“Der Flüchtling / El fugitiu” D. 402 (Franz Schubert)

gener 11, 2017

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Text de: Friedrich von Schiller

Original Alemany

Frisch atmet des Morgens lebendiger Hauch;
Purpurisch zuckt durch düst’re Tannenritzen
Das junge Licht, und äugelt aus dem Strauch
In gold’nen Flammen blitzen
Der Berge Wolkenspitzen.
Mit freudig melodisch gewirbeltem Lied
Begrüßen erwachende Lerchen die Sonne,
Die schon in lachender Wonne
Jugendlich schön in Auroras Umarmungen glüht.

Sei Licht mir gesegnet!
Dein Strahlengruß regnet
Erwärmend hernieder auf Anger und Au.
Wie silberfarb flittern
Die Wiesen, wie zittern
Tausend Sonnen in perlendem Tau!
In säuselnder Kühle
Beginnen die Spiele
Der jungen Natur,
Die Zephyre kosen
Und schmeicheln um Rosen,
Und Düfte beströmen die lachende Flur.

Wie hoch aus den Städten die Rauchwolken dampfen!
Laut wiehern und schnauben und knirschen und stampfen
Die Rosse, die Farren;
Die Wagen erknarren
Ins ächzende Tal.
Die Waldungen leben,
Und Adler und Falken und Habichte schweben
Und wiegen die Flügel im blendenden Strahl.

Den Frieden zu finden,
Wohin soll ich wenden
Am elenden Stab?
Die lachende Erde
Mit Jünglingsgebärde,
Ist für mich nur ein Grab!
Steig empor, o Morgenrot, und röte
Mit purpurnem Kusse Hain und Feld!
Säusle nieder, Abendrot, und flöte
Sanft in Schlummer die tote Welt!
Morgen, ach, du rötest
Eine Totenflur;
Ach! und du, o Abendrot! umflötest
Meinen langen Schlummer nur.

Traducció al Català

Fresc, alena el vivaç hàlit del matí;
purpúria tremola, a través de les fosques escletxes dels avets,
la llum novella, i des dels matolls s’albira
la flamant, daurada resplendor
dels cims ennuvolats de les muntanyes.
Amb alegres, melòdiques, torniolades cançons,
les aloses despertant-se, saluden el sol
que ja en rialler delit
brilla formós i jovenívol en els braços de l’aurora.

Que la llum sigui beneïda!
La teva radiant salutació plou,
donant escalfor, per damunt prades i conreus.
Com llueixen les prades
amb un color argentat,
com tremolegen milers de sols en les perles de rosada!
En la frescor xiuxiuejant
comencen els jocs
de la jove natura,
els ventijols acaronen
i amoregen les roses,
i fragàncies adollen els camps riallers.

Alts núvols de fum suren des de les ciutats!
Sorollosos, renillen, esbufeguen, escarritxen i piafen
els cavalls, els bous;
els carruatges grinyolen
a la vall gemegant.
Els boscos són vius,
i àguiles, falcons i esparvers planen
i balancegen les ales en els raigs enlluernadors.

Per trobar la pau,
cap on haig d’anar
amb el meu miserable bastó?
La terra riallera
amb posat jovenívol,
només és per a mi una tomba!
Aixeca’t, oh aurora, i enrogeix,
amb besades purpúries, boscatges i camps!
Davalla xiuxiuejant, crepuscle, i cantussola
adormint dolçament el món que mor!
Matí, ai, tu enrogeixes
un camp de morts;
ai! i tu, oh crepuscle! cantussoles només
per al meu llarg dormisquejar.

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=1ZZ84aHAUFU

 

“Der Jüngling am Bache / El jovencell al rierol” op. 87, no. 3, D. 638 (Franz Schubert)

gener 10, 2017

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Cicle: Drei Lieder

Text de: Friedrich von Schiller

Original Alemany

An der Quelle saß der Knabe,
Blumen wand er sich zum Kranz,
Und er sah sie fortgerissen,
Treiben in der Wellen Tanz.
»Und so fliehen meine Tage
Wie die Quelle rastlos hin!
Und so bleichet meine Jugend,
Wie die Kränze schnell verblühn!

Fraget nicht, warum ich traure
In des Lebens Blütenzeit!
Alles freuet sich und hoffet,
Wenn der Frühling sich erneut.
Aber diese tausend Stimmen
Der erwachenden Natur
Wecken in dem tiefen Busen
Mir den schweren Kummer nur.

Was soll mir die Freude frommen,
Die der schöne Lenz mir beut?
Eine nur ist’s, die ich suche,
Sie ist nah und ewig weit.
Sehnend breit’ ich meine Arme
Nach dem teuren Schattenbild,
Ach, ich kann es nicht erreichen,
Und das Herz ist ungestillt!

Komm herab, du schöne Holde,
Und verlaß dein stolzes Schloß!
Blumen, die der Lenz geboren,
Streu ich dir in deinen Schoß.
Horch, der Hain erschallt von Liedern,
Und die Quelle rieselt klar!
Raum ist in der kleinsten Hütte
Für ein glücklich liebend Paar.«

Traducció al Català

El noi seia prop de la font,
trenant flors per fer una garlanda
i veié com eren arrossegades,
surant en la dansa de les ones.
“I així fugen els meus dies
com al font, lluny sense parar!
I així empal•lideix la meva jovenesa,
com la garlanda que aviat es marceix!

No em pregunteu per què em lamento
a la flor de la joventut!
Tot és joia i esperança
al renovellament de la primavera.
Però aquests milers de veus
de la natura que reneix,
desvetllen en el fons del meu cor
només una pena feixuga.

De què em serveix la joia
que ofereix la formosa primavera?
Només és una, la que jo cerco,
ella és a prop i sempre llunyana.
Amb deler, obro els meus braços
vers l’estimada imatge de la seva ombra,
ai, no la puc atènyer
i el meu cor resta malcontent!

Vine aquí baix, tu bella encisadora
i surt del teu superb castell!
Flors, nascudes de la primavera,
escamparé a la teva falda.
Escolta, ressonen cançons al boscatge
i clara corre la font!
Hi ha prou lloc a la cabana més petita
per a una feliç parella d’amants.”

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=JLgx_BY1dO8

 

“Der Alpenjäger / El caçador dels Alps” op. 37, no. 2, D. 588 (Franz Schubert)

gener 4, 2017

isard

Cicle: Zwei Lieder

Text de: Friedrich von Schiller

Original Alemany

Willst du nicht das Lämmlein hüten?
Lämmlein ist so fromm und sanft,
Nährt sich von des Grases Blüten,
Spielend an des Baches Ranft.
“Mutter, Mutter, laß mich gehen,
Jagen nach des Berges Höhen!”

Willst du nicht die Herde locken
Mit des Hornes munterm Klang?
Lieblich tönt der Schall der Glocken
In des Waldes Lustgesang.
“Mutter, Mutter, laß mich gehen,
Schweifen auf den wilden Höhen!”

Willst du nicht die Blümlein warten,
Die im Beete freundlich stehn?
Draußen ladet dich kein Garten,
Wild ists auf den wilden Höhn!
“Laß die Blümlein, laß sie blühen!
Mutter, Mutter, laß mich ziehen!”

Und der Knabe ging zu jagen,
Und es treibt und reißt ihn fort,
Rastlos fort mit blindem Wagen
An des Berges finstern Ort,
Vor ihm her mit Windesschnelle
Flieht die zitternde Gazelle.

Auf der Felsen nackte Rippen
Klettert sie mich leichtem Schwung,
Durch den Riß gespaltener Klippen
Trägt sie der gewagte Sprung,
Aber hinter ihr verwogen
Folgt er mit dem Todesbogen.

Jetzo auf den schroffen Zinken
Hängt sie, auf dem höchsten Grat,
Wo die Felsen jäh versinken
Und verschwunden ist der Pfad.
Unter sich die steile Höhe,
Hinter sich des Feindes Nähe.

Mit der Jammers stummen Blicken
Fleht sie zu dem harten Mann,
Fleht umsonst, denn loszudrücken
Legt er schon den Bogen an.
Plötzlich aus der Felsenspalte
Tritt der Geist, der Bergesalte.

Und mit seinen Götterhänden
Schützt er das gequälte Tier.
“Mußt du Tod und Jammer senden”,
Ruft er, “bis herauf zu mir?
Raum für alle hat die Erde,
Was verfolgst du meine Herde?”

Traducció al Català

No vols tenir cura de l’anyell?
L’anyell és tan bo i tan mansoi,
es nodreix de les gemes d’herba,
jugant al marge del rierol.
“Mare, mare, deixa’m anar
a caçar al cim de la muntanya!”

No vols fer venir el ramat
amb l’estrident so del corn?
Les esquelles ressonen dolçament
enmig dels cants alegres del bosc.
“Mare, mare, deixa’m anar
a rondar pels tossals feréstecs!”

No vols cuidar les floretes
tan agradables que hi ha als planters?
A fora no t’invita cap jardí,
tot és salvatge als tossals feréstecs!
“Deixa les floretes, deixa que floreixin!
Mare, mare, deixa’m marxar!”

I el noi se’n anà a caçar,
empès i esperonat, endavant
sense parar, per una audàcia cega,
vers el lloc més obac de la muntanya;
davant seu, veloç com el vent,
s’enfuig tremolosa la gasela.

A la nua cresta de les roques,
ella s’enfila amb un àgil salt,
travessa les esquerdes de les penyes
amb gambirols agosarats,
però darrere seu, audaç,
ell la segueix amb l’arc mortífer.

Adés, al cimal abrupte,
ella s’atura a la carena més alta,
on les roques es precipiten
i el sender desapareix.
A sota d’ella, l’espadat penyal,
al seu darrere, l’enemic apropant-se.

Amb un mut esguard de desolació,
ella implora a l’home cruel,
implora en va, car, a punt per disparar,
ell ja encara l’arc.
De sobte, d’una esquerda del rocam,
surt el vell esperit de les muntanyes.

I amb les seves mans divines
protegeix l’animal turmentat.
“Has de portar la mort i l’aflicció”
li crida, “fins aquí a casa meva?
A la terra hi ha lloc per a tots,
per què empaites el meu ramat?”

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=3r_9rgmXwN0

 

“Der Taucher / El capbussador” D. 111 (Franz Schubert)

Desembre 22, 2016

der-taucher

Text de: Friedrich von Schiller

Original Alemany

1. “Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp,
Zu tauchen in diesen Schlund?
Einen goldnen Becher werf’ ich hinab.
Verschlungen schon hat ihn der schwarze Mund,
Wer mir den Becher kann wieder zeigen,
Er mag ihn behalten, er ist sein eigen.”

2. Der König spricht es und wirft von der Höh’
Der Klippe, die schroff und steil
Hinaushängt in die unendliche See,
Den Becher in der Charybde Geheul,
“Wer ist der Beherzte, ich frage wieder,
Zu tauchen in diese Tiefe nieder?”

3. Und die Ritter, die Knappen um ihn her
Vernehmen’s und schweigen still,
Sehen hinab in das wilde Meer,
Und keiner den Becher gewinnen will,
Und der König zum drittenmal wieder fraget:
“Ist keiner, der sich hinunter waget?”

4. Doch alles noch stumm bleibt wie zuvor,
Und ein Edelknecht, sanft und keck,
Tritt aus der Knappen zagendem Chor,
Und den Gürtel wirft er, den Mantel weg,
Und alle die Männer umher und Frauen
Auf den herrlichen Jüngling verwundert schau’n.

5. Und wie er tritt an des Felsen Hang
Und blickt in den Schlund hinab
Die Wasser, die sie hinunterschlang,
Die Charybde jetzt brüllend wiedergab
Und wie mit des fernen Donners Getose
Entstürzen sie schäumend dem finstern Schoße.

6. Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt,
Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt
Und Flut auf Flut sich ohn’ Ende drängt,
Und will sich nimmer erschöpfen und leeren,
Als wollte das Meer noch ein Meer gebären.

7. Doch endlich, da legt sich die wilde Gewalt,
Und schwarz aus dem weißen Schaum
Klafft hinunter ein gähnender Spalt,
Grundlos, als ging’s in den Höllenraum,
Und reißend sieht man die brandenden Wogen
Hinab in den strudelnden Trichter gezogen.

8. Jetzt schnell, eh’ die Brandung wiederkehret,
Der Jüngling sich Gott befiehlt,
Und – ein Schrei des Entsetzens wird rings gehöret,
Und schon hat ihn der Wirbel hinweggespült,
Und geheimnisvoll über dem kühnen Schwimmer
Schließt sich der Rachen, er zeigt sich nimmer.

9. Und stille wird’s über dem Wasserschlund,
In der Tiefe nur brauset es hohl,
Und bebend hört man von Mund zu Mund;
“Hochherziger Jüngling, fahre wohl!”
Und hohler und hohler hört man’s heulen,
Und es harrt noch mit bangem, mit schrecklichem Weilen.

10. Und wärfst du die Krone selber hinein
Und sprächst; wer mir bringet die Kron’,
Er soll sie tragen und König sein –
Mich gelüstete nicht nach dem teuren Lohn.
Was die heulende Tiefe da unten verhehle,
Das erzählt keine lebende glückliche Seele.

11. Wohl manches Fahrzeug, vom Strudel gefaßt,
Schoß gäh in die Tiefe hinab,
Doch zerschmettert nur rangen, sich Kiel und Mast
Hervor aus dem alles verschlingenden Grab –
Und heller und heller, wie Sturmes Sausen,
Hört man’s näher und immer näher brausen.

12. Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt,
Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt,
Und Well’ auf Well’ sich ohn’ Ende drängt,
Und wie mit des fernen Donners Getose
Entstürzt es brüllend dem finstren Schoße.

13. Und sieh! aus dem finster flutenden Schoß
Da hebet sich’s schwanenweiß,
Und ein Arm und ein glänzender Nacken wird bloß,
Und es rudert mit Kraft und mit emsigem Fleiß,
Und er ist’s, und hoch in seiner Linken
Schwingt er den Becher mit freudigem Winken.

14. Und atmete lang’ und atmete tief
Und begrüßte das himmlische Licht.
Mit Frohlocken es einer dem andern rief;
“Er lebt! Er ist da! Es behielt ihn nicht!
Aus dem Grab, aus der strudelnden Wasserhöhle
Hat der Brave gerettet die lebende Seele.”

15. Und der kommt, es umringt ihn die jubelnde Schar,
Zu des Königs Füßen er sinkt,
Den Becher reicht er ihm knieend dar,
Und der König der lieblichen Tochter winkt,
Die füllt ihn mit funkelndem Wein bis zum Rande,
Und der Jüngling sich also zum König wandte:

16. “Lange lebe der König! Es freue sich,
Wer da atmet im rosigen Licht!
Aber da unten ist’s fürchterlich,
Und der Mensch versuche die Götter nicht
und begehre nimmer und nimmer zu schauen,
Was sie gnädig bedecken mit Nacht und Grauen.

17. Es riß mich hinunter blitzesschnell –
Da stürzt’ mir aus felsigem Schacht
Entgegen ein reißender Quell:
Mich packte des Doppelstroms wütende Macht,
Und wie einen Kreisel mit schwindelndem Drehen
Trieb mich’s um, ich konnte nicht widerstehn.

18. Da zeigt’ mir Gott, zu dem ich rief
In der höchsten schrecklichen Not,
Aus der Tiefe ragend ein Felsenriff,
Das erfaßt’ ich behend und entrann dem Tod –
Und da hing auch der Becher an spitzen Korallen,
Sonst wär’ er ins Bodenlose gefallen.

19. Denn unter mir lag’s noch, bergetief,
In purpurner Finsternis da,
Und ob’s hier dem Ohre gleich ewig schlief,
Das Auge mit Schaudern hinuntersah,
Wie’s von Salamandern und Molchen und Drachen
Sich regte in dem furchtbaren Höllenrachen.

20. Schwarz wimmelten da, in grausem Gemisch,
Zu scheußlichen Klumpen geballt,
Der stachlichte Roche, der Klippenfisch,
Des Hammers greuliche Ungestalt,
Und dräuend wies mir die grimmigen Zähne
Der entsetzliche Hai, des Meeres Hyäne.

21. Und da hing ich und war’s mir mit Grausen bewußt
Von der menschlichen Hilfe so weit,
Unter Larven die einzige fühlende Brust,
Allein in der gräßlichen Einsamkeit,
Tief unter dem Schall der menschlichen Rede
Bei den Ungeheuern der traurigen Öde.

22. Und schaudernd dacht’ ich’s, da kroch’s heran,
Regte hundert Gelenke zugleich,
Will schnappen nach mir – in des Schreckens Wahn
Laß’ ich los der Koralle umklammerten Zweig:
Gleich faßt mich der Strudel mit rasendem Toben,
Doch es war mir zum Heil, er riß mich nach oben.”

23. Der König darob sich verwundert schier
Und spricht: “Der Becher ist dein,
Und diesen Ring noch bestimm’ ich dir,
Geschmückt mit dem köstlichsten Edelgestein,
Versuchst du’s noch einmal und bringst mir Kunde,
Was du sahst auf des Meers tiefunterstem Grunde.”

24. Das hörte die Tochter mit weichem Gefühl,
Und mit schmeichelndem Munde sie fleht;
“Laßt, Vater, genug sein das grausame Spiel!
Er hat Euch bestanden, was keiner besteht,
Und könnt ihr des Herzens Gelüsten nicht zähme!
So mögen die Ritter den Knappen beschämen.”

25. Drauf der König greift nach dem Becher schnell,
In den Strudel ihn schleudert hinein;
“Und schaffst du den Becher mir wieder zur Stell’,
So sollst du der trefflichste Ritter mir sein
Und sollst sie als Ehgemahl heut’ noch umarmen,
Die jetzt für dich bittet mit zarten Erbarmen.”

26. Da ergreift’s ihm die Seele mit Himmelsgewalt,
Und es blitzt aus den Augen ihm kühn,
Und er siehet erröten die schöne Gestalt
Und sieht sie erbleichen und sinken hin –
Da treibt’s ihn, den köstlichen Preis zu erwerben,
Und stürzt hinunter auf Leben und Sterben.

27. Wohl hört man die Brandung, wohl kehrt sie zurück,
Sie verkündigt der donnernde Schall –
Da bückt sich’s hinunter mit liebendem Blick;
Es kommen, es kommen die Wasser all,
Sie rauschen herauf, sie rauschen nieder,
Doch den Jüngling bringt keines wieder.

Traducció al Català

1.“Qui gosa, cavaller o escuder,
de tirar-se d’aquest precipici?
Jo hi llenço una copa d’or.
La negra gorja ja l’ha engolit,
el qui em retorni la copa,
se la podrà quedar, serà seva.”

2. Això digué el rei i des de dalt
del penya-segat que, abrupte i rost,
torreja damunt el mar sense fi,
llença la copa en els bramuls de Caribdis.
“Qui és el valent, torno a preguntar
que es vol capbussar en aquestes fondàries?”

3. I els cavallers, els escuders al seu entorn
l’escolten en un profund silenci,
mirant avall, al mar ferotge,
i cap d’ells vol guanyar-se la copa,
i per tercera vegada el rei pregunta:
“Ningú gosa tirar-se al mar?”

4. Però tothom roman en silenci com abans
i un patge, calmat i audaç,
surt del grup dels escuders temorencs,
es treu la corretja i el mantell
i tots els homes i dones al voltant
esguarden admirats l’esplèndid jovencell.

5. I com ell s’apropa al marge del rocam
i esguarda al fons del precipici,
a les aigües que engolides,
ara Caribdis bramulant restitueix
i com, amb la fragor d’un tro llunyà,
escumants, es precipiten a les fosques entranyes.

6. I onegen i borbollen i bramulen i xiulen
com quan es barreja aigua amb foc,
la bromera vaporosa esquitxa fins al cel
i onada rere onada s’empenyen sense parar,
sense mai esgotar-se ni buidar-se,
com si el mar volgués parir un altre mar.

7. Però finalment aquesta força salvatge es calma
i de la blanca escuma s’obre
una profunda esquerda negra,
sense fons, com si conduís a les estances de l’infern,
i rabents, es veu com les onades rompents
són englotides cap dins del gorg xuclador.

8. Ara de pressa, abans que torni la ressaca,
el jovencell s’encomana a Déu,
i se sent un crit d’horror per tot arreu,
i el remolí ja l’ha arrossegat endins,
i misteriosament, damunt l’agosarat nedador,
es tanca la gorja i ell es perd de vista.

9. I cau el silenci damunt l’abisme de les aigües,
només a les profunditats un bramul cavernós,
i se sent un balboteig de boca en boca;
“Noble jovencell, bon viatge!”
I cada vegada més se senten els udols,
i, per terribles moments, tothom espera angoixat.

10. I si tu mateix llancessis avall la corona
i diguessis; el que em retorni la corona
la portarà i serà rei –
aquesta valuosa recompensa no em faria pas glatir.
El que allà baix oculta la fondària bramulant,
no pot ser explicat per cap benaurada ànima vivent.

11. Moltes embarcacions, arrossegades pel remolí,
s’enfonsaren ràpidament a l’abisme,
i, destrossats, només sobresortien la quilla i el pal
de la fossa que tot ho devora –
i cada vegada més clar, com el brunzir de la tempesta,
se sent el bramul cada cop més a prop.

12. I onegen i borbollen i bramulen i xiulen
com quan es barreja aigua amb foc,
la bromera vaporosa esquitxa fins al cel
i onada rere onada s’empenyen sense parar,
i amb la fragor d’un tro llunyà,
escumants, es precipiten a les fosques entranyes.

13. I guaita! De les entranyes de la fosca marea
surt quelcom blanc com un cigne,
i un braç i una esquena lluent emergeixen,
nedant amb força i enèrgic zel,
i és ell, i amb la seva mà esquerra aixecada,
branda la copa fent signes d’alegria.

14. I ell fa un llarg i profund respir
i saluda la llum celestial.
Exultants, criden els uns als altres;
“És viu! És allà! La gorja no l’ha retingut!
De la fossa, de la caverna xucladora de les aigües,
el valerós ha salvat l’ànima vivent.”

15. I ell arriba, la multitud l’envolta amb crits d’alegria,
es prostra als peus del rei,
i agenollat li torna la copa,
el rei fa signes a la seva encisadora filla
i ella omple la copa fins dalt amb vi escumós,
i així el jovencell s’adreça al rei:

16. “Llarga vida al rei! Es delecta aquell
que respira en aquesta llum rosada!
Però allà baix és espantós,
i l’home no ha de temptar els déus
i mai de la vida pretendre de veure
el que llur clemència ha cobert de nit i de tenebra.

17. Amb la velocitat d’un llampec, vaig ser arrossegat
cap avall – llavors d’un forat del rocam,
un impetuós brollador m’envestí:
la força violent del doble corrent m’arrabassà
i fent-me girar vertiginosament com una baldufa,
se m’emportà sense que em pogués resistir.

18. Llavors Déu, a qui jo invocava
en aquell terrible moment de destret,
em mostrà un escull de roques sobresortint del fons,
prest m’hi vaig agafar, escapant a la mort –
i allà, a les punxes del corall, la copa s’havia enganxat,
ja que sinó hagués caigut a l’abisme sense fons.

19. Car dessota meu hi havia encara fondàries com
muntanyes, en una foscúria porpra,
i encara que allà fos com un somni etern per a les orelles,
a baix, els ulls veien amb horror
com es bellugaven salamandres i tritons
a la paorosa gorja de l’infern.

20. Negres, pul•lulaven allà, en una barrejadissa horrible,
amuntegats en monstruosos tropells,
la rajada clavellada, el peix de les roques,
l’abominable deformitat del peix martell
i, amenaçant, em mostrava ses terribles dents
l’espantós tauró, la hiena dels mars.

21. I allà jo estava suspès, conscient d’aquell horror,
tan lluny de l’ajuda humana,
l’únic cor sensible entre les larves,
desemparat en la tremenda solitud,
profundament llunyà de paraules humanes,
enmig dels monstres d’un erm de desolació.

22. I amb una esgarrifança vaig pensar, quelcom
s’arrossega cap a mi, movent cent extremitats al mateix temps,
em vol atrapar – boig de terror,
em vaig deixar anar de la branca de corall:
de seguida m’arrabassà el remolí amb un furiós bramul,
però fou la meva salvació, m’empenyé cap amunt.”

23. Amb tot això el rei queda força meravellat
i diu: “La copa és teva
i, a més, et donaré aquest anell,
ornat amb les més delicades pedres precioses,
si ho intentes una altra vegada i m’expliques
el que veuràs al més profund del fons del mar.”

24. Això, amb tendre sentiment, ho sent la filla
i amb veu afalagadora implora:
“Deixeu estar pare, ja n’hi ha prou d’aquest joc cruel!
Per vós ha suportat el que cap altre hagués suportat,
i si no podeu amansir els antulls del vostre cor,
llavors que els cavallers puguin avergonyir els escuders.”

25. Aleshores d’una revolada el rei agafa la copa
i la llança cap baix al remolí:
“I si ara aconsegueixes tornar-me aquí la copa
seràs el millor dels meus cavallers
i podràs avui mateix abraçar com esposa
la que implora per tu amb tendra compassió.”

26. Llavors una força celestial li captura l’ànima
i l’audàcia fulgura al seu esguard,
veu com la bella figura es ruboritza
i com tot seguit empal•lideix i es desmaia –
això l’empeny a guanyar-se el preciós premi
i es llança cap avall a vida o mort.

27. Se sent ben bé com torna la ressaca
una remor de tronada l’anuncia –
ella acota el cap a l’abisme amb amorós esguard;
les onades arriben, arriben d’arreu,
bramulen pujant, bramulen baixant,
però cap d’elles porta el jovencell.

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=pwnLpp99F2g&t=127s

 

“Tischlied / Cançó de taula” op. posth. 118, no. 3, D. 234 (Franz Schubert)

Desembre 15, 2016

tischlied-1

Cicle: Sechs Lieder

Text de: Johann Wolfgang von Goethe

Original Alemany

Mich ergreift, ich weiß nicht wie,
Himmlisches Behagen.
Will mich’s etwa gar hinauf
Zu den Sternen tragen?
Doch ich bleibe lieber hier,
Kann ich redlich sagen,
Beim Gesang und Glase Wein
Auf den Tisch zu schlagen.

Wundert euch, ihr Freunde, nicht,
Wie ich mich gebärde,
Wirklich es ist allerliebst
Auf der lieben Erde.
Darum schwör’ ich feierlich
Und ohn’ alle Fährde
Daß ich mich nicht freventlich
Wegbegeben werde.

Da wir aber allzumal
So beisammen weilen,
Dächt’ ich, klänge der Pokal
Zu des Dichters Zeilen.
Gute Freunde ziehen fort,
Wohl ein hundert Meilen,
Darum soll man hier am Ort
Anzustoßen eilen.

Lebe hoch, wer Leben schafft!
Das ist meine Lehre.
Unser König denn voran,
Ihm gebührt die Ehre.
Gegen inn- und äußern Feind
Setzt er sich zur Wehre:
Ans Erhalten denkt er zwar,
Mehr noch, wie er mehre.

Nun begrüß’ ich sie sogleich
Sie die einzig Eine.
Jeder denke ritterlich
Sich dabei die Seine.
Merket auch ein schönes Kind,
Wen ich eben meine,
Nun so nicke sie mir zu:
Leb’ auch so der Meine!

Freunden gilt das dritte Glas,
Zweien oder dreien,
Die mit uns am guten Tag
Sich im Stillen freuen,
Und der Nebel trübe Nacht
Leis und leicht zerstreuen;
Diesen sei ein Hoch gebracht,
Alten oder Neuen.

Breiter wallet nun der Strom
Mit vermehrten Wellen.
Leben jetzt im hohen Ton
Redliche Gesellen!
Die sich mit gedrängter Kraft
Brav zusammen stellen
In des Glückes Sonnenschein
Und in schlimmen Fällen.

Wie wir nun zusammen sind,
Sind zusammen viele.
Wohl gelingen dann, wie uns,
Andern ihre Spiele!
Von der Quelle bis ans Meer
Mahlet manche Mühle,
Und das Wohl der ganzen Welt
Ist’s, worauf ich ziele.

Traducció al Català

M’agafa de vegades, no sé com,
un delit celestial.
És que em vol portar amunt
vers les estrelles?
Però no, jo em quedo millor aquí,
ho puc dir honestament,
amb els cants i una copa de vi,
picant a la taula.

No us estranyeu pas, amics,
del meu comportament,
veritablement és el més enciser
d’aquesta terra estimada.
Per això juro solemnement
i sense cap contingència
que de forma vergonyant
no me’n aniré d’aquí.

Però com ara tots nosaltres
estem aquí junts,
he pensat que fem dringar les copes
pels versos del poeta.
Àdhuc els millors amics
s’allunyen ben bé cents de milles,
i per això en aquest lloc
ens hem d’afanyar a brindar.

Visca per aquells que donen vida!
Aquest és el meu lema.
Primerament el nostre rei,
l’honor a ell pertoca.
Contra els enemics de dins i de fora,
està per defensar-nos:
sens dubte pensa en conservar
però encara més a engrandir.

Tot seguit saludo
a la sola i única.
Cadascú pensa cortesament
en la que és seva.
Si també una noia bonica
sent a què em refereixo,
que em faci un signe i digui:
visca també el meu i únic!

El tercer brindis és per als amics,
bé siguin dos o tres,
que en els bons temps, amb nosaltres,
celebren tranquils,
i la boira de la fosca nit,
callada i fàcilment escampen;
bevem a la seva salut,
els vells i els nous.

Ara el corrent és més fort
amb onades cada cop més grosses.
Viviu ara plenament,
honrats camarades!
Els qui amb una força compacta,
valents, es mantenen junts,
tant en les èpoques de bonança
com en els temps dolents.

Com nosaltres que ara estem junts,
també altres ho estan.
Guanyaran, com nosaltres,
els seus propis jocs!
Des de l’aiguaneix fins al mar,
més d’un molí va molent,
i el benestar de tot el món,
és la meva meta.

“Jägers Abendlied / Cançó vespral del caçador” op. 3, no. 4, D. 368 (Franz Schubert)

Desembre 14, 2016

hunter

Cicle: Vier Lieder

Text de: Johann Wolfgang von Goethe

Original Alemany

Im Felde schleich ich, still und wild,
Gespannt mein Feuerrohr.
Da schwebt so licht dein liebes Bild,
Dein süßes Bild mir vor.

Du wandelst jetzt wohl still und mild
Durch Feld und liebes Tal,
Und ach, mein schnell verrauschend Bild,
Stellt sich dir’s nicht einmal?

Des Menschen, der die Welt durchstreift
Voll Unmut und Verdruß,
Nach Osten und nach Westen schweift,
Weil er dich lassen muß.

Mir ist es, denk’ ich nur an dich,
Als in den Mond zu sehn;
Ein stiller Friede kommt auf mich,
Weiß nicht wie mir geschehn.

Traducció al Català

D’esquitllada, vaig per el camp, silenciós i feréstec,
el meu fusell carregat.
llavors apareix lluminosa la teva estimada imatge,
la teva dolça imatge davant meu.

Ara camines ben silent i dolça
pel camp i la plàcida vall,
i ai, la meva imatge que prest s’esvaeix,
no se t’ha aparegut ni tan sols una vegada?

La imatge d’un home que recorre el món
ple d’enuig i desplaença,
vagarejant de llevant a ponent,
perquè ell t’ha de deixar.

Per a mi, només pensar en tu
és com mirar la lluna;
em davalla una pau serena
i no sé com això s’esdevé.

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=TUwJARKham0

 

“Erster Verlust / Primera pèrdua” op. 5, no. 4, D. 226 (Franz Schubert)

Desembre 13, 2016

sadness

Cicle: Fünf Lieder

Text de: Johann Wolfgang von Goethe

Original Alemany

Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene Tage der ersten Liebe,
Ach, wer bringt nur eine Stunde
Jener holden Zeit zurück?

Einsam nähr’ ich meine Wunde,
Und mit stets erneuter Klage
Traur’ ich ums verlorne Glück,

Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene holde Zeit zurück!

Traducció al Català

Ai, qui em retornarà els dies meravellosos,
aquells dies del primer amor,
ai, qui em retornarà tan sols una hora
d’aquell temps tan feliç?

Solitari, nodreixo la meva ferida,
i amb sempre renovats planys,
ploro per la felicitat perduda,

ai, qui em retornarà els dies meravellosos
d’aquell temps tan feliç!

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=XettzRfiB-Y

 

“Der Sänger / El cantor” op. posth. 117, D. 149a (Franz Schubert)

Desembre 12, 2016

der-sanger

Text de: Johann Wolfgang von Goethe

Original Alemany

“Was hör’ ich draußen vor dem Tor,
Was auf der Brücke schallen?
Laß den Gesang vor unserm Ohr
Im Saale widerhallen!”
Der König sprach’s, der Page lief,
Der Page kam, der König rief:
“Laßt mir herein den Alten!”

“Gegrüßet seid mir, edle Herrn,
Gegrüßt ihr schönen Damen!
Welch’ reicher Himmel! Stern bei Stern!
Wer kennet ihre Namen?
Im Saal voll Pracht und Herrlichkeit
Schließt, Augen, euch, hier ist nicht Zeit,
Sich staunend zu ergötzen.”

Der Sänger drückt’ die Augen ein
Und schlug in vollen Tönen:
Die Ritter schauten mutig drein,
Und in den Schoß die Schönen.
Der König, dem das Lied gefiel,
Ließ, ihn zu lohnen für sein Spiel,
Eine goldne Kette holen.

“Die goldne Kette gib mir nicht,
Die Kette gib den Rittern,
Vor deren kühnem Angesicht
Der Feinde Lanzen splittern.
Gib sie dem Kanzler, den du hast,
Und laß ihn noch die goldne Last
Zu andern Lasten tragen.

“Ich singe, wie der Vogel singt,
Der in den Zweigen wohnet;
Das Lied, das aus der Kehle dringt,
Ist Lohn, der reichlich lohnet.
Doch darf ich bitten, bitt’ ich eins:
Laß mir den besten Becher Weins
In purem Golde reichen.”

Er setzt’ ihn an, er trank ihn aus:
“O Trank voll süßer Labe!
O, wohl dem hochbeglückten Haus,
Wo das ist kleine Gabe!
Ergeht’s euch wohl, so denkt an mich
Und danket Gott so warm, als ich
Für diesen Trunk euch danke.”

Traducció al Català

“Què sento a fora davant el portal,
què és aquest so damunt el pont?
Deixeu que els cants, per a les nostres orelles,
ressonin aquí a la sala!”
Això digué el rei, el patge corregué,
el patge tornà i el rei cridà:
“Deixeu entrar el vell!”

“Us saludo, nobles cavallers,
salutacions a vosaltres, belles dames!
Quin cel tan opulent! Estrelles entre estrelles!
Qui coneix llurs noms?
En aquesta sala plena d’esplendor i magnificència,
tanqueu-vos, ulls meus, aquí no és ara el moment
de meravellar-se ni recrear-se.”

El cantor aclucà els ulls
i cantà a plena veu:
els cavallers ardits esguardaren
i les dames, capbaixes, miraven llurs faldes.
El rei, a qui la cançó agradà,
en recompensa per a la seva actuació,
li féu portar una cadena d’or.

“La cadena d’or, no me doneu a mi,
doneu aquesta cadena als cavallers,
que davant llur intrèpida faç,
les llances dels enemics s’esberlen.
Doneu-la al vostre canceller
i deixeu que porti aquesta àuria càrrega
entre totes les altres que ha de suportar.”

“Jo canto com canten els ocells
que viuen als brancatges;
el cant que em surt de la gola
és el guardó que ricament em recompensa.
Però si em permeteu, voldria demanar-vos una cosa:
feu-me portar el vostre millor vi
en una copa d’or pur.”

Es posà la copa als llavis i la buidà:
“Oh beguda plena de dolç reconfort!
Oh visca aquesta casa afortunada,
on això es considera un petit regal!
Si tot us va bé, penseu en mi
i doneu gràcies de tot cor a Déu,
com jo us les dono per aquesta beguda.”

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=5yuNTU8z-cw

 

“Der Musensohn / El fill de les muses” op. 92, no. 1, D. 764 (Franz Schubert)

Desembre 9, 2016

muses

Cicle: Drei Lieder

Text de: Johann Wolfgang von Goethe

Original Alemany

Durch Feld und Wald zu schweifen,
Mein Liedchen wegzupfeifen,
So geht’s von Ort zu Ort!
Und nach dem Takte reget
Und nach dem Maß beweget
Sich alles an mir fort.

Ich kann sie kaum erwarten,
Die erste Blum’ im Garten,
Die erste Blüt’ am Baum.
Sie grüßen meine Lieder,
Und kommt der Winter wieder,
Sing ich noch jenen Traum.

Ich sing ihn in der Weite,
Auf Eises Läng’ und Breite,
Da blüht der Winter schön!
Auch diese Blüte schwindet,
Und neue Freude findet
Sich auf bebauten Höhn.

Denn wie ich bei der Linde
Das junge Völkchen finde,
Sogleich erreg ich sie.
Der stumpfe Bursche bläht sich,
Das steife Mädchen dreht sich
Nach meiner Melodie.

Ihr gebt den Sohlen Flügel
Und treibt durch Tal und Hügel
Den Liebling weit von Haus.
Ihr lieben, holden Musen,
Wann ruh ich ihr am Busen
Auch endlich wieder aus?

Traducció al Català

Vagarejant per camps i boscatges,
xiulant la meva cançoneta,
així vaig d’un indret a l’altre!
I amb el compàs s’aviva,
i amb la mesura es belluga,
tot al meu voltant.

Impacient espero
la primera flor al jardí,
la primera gema a l’arbre.
Saluden les meves cançons
i, quan retorna l’hivern,
canto encara aquell somni.

El canto vers la llunyania,
vers el llarg i ample del glaç,
i així formós, floreix l’hivern!
Aquesta florida també desapareix,
i una nova joia es retroba
a les alçàries conreades.

Car quan, prop del til•ler,
em trobo amb la gent jove,
de seguida els animo.
El xicot ensopit s’acreix,
i la noia tibada giravolta
amb la meva melodia.

Vosaltres doneu ales als meus peus
i conduïu, per valls i tossals,
el vostre favorit, lluny de casa.
Estimades, encisadores muses,
quan finalment podré trobar
el repòs al seu pit?

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=O_m7eNyWfs4