“Die Bürgschaft / L’ostatge” D. 246 (Franz Schubert)

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Text de: Friedrich von Schiller

Original Alemany

Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Möros, den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
“Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!”
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
“Die Stadt vom Tyrannen befreien!”
“Das sollst du am Kreuze bereuen.”

“Ich bin”, spricht jener, “zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben:
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn’ ich, erwürgen.”

Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
“Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh’ du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen.”

Und er kommt zum Freunde: “Der König gebeut,
Daß ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben.
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme zu lösen die Bande.”

Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
Und liefert sich aus dem Tyrannen;
Der andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,
Damit er die Frist nicht verfehle.

Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel herab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Dem Gewölbes krachenden Bogen.

Und trostlos irrt er an Ufers Rand:
Wie weit er auch spähet und blicket
Und die Stimme, die rufende, schicket.
Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
Der ihn setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.

Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
“O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne, und wenn sie niedergeht
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen.”

Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle auf Welle zerrinet,
Und Stunde an Stunde entrinnet.
Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
Und wirft sich hinein in die brausende Flut
Und teilt mit gewaltigen Armen
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

Und gewinnt das Ufer und eilet fort
Und danket dem rettenden Gotte;
Da stürzet die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubert Mord
Und hemmet des Wanderers Eile
Mit drohend geschwungener Keule.

“Was wollt ihr?” ruft er vor Schrecken bleich,
“Ich habe nichts als mein Leben,
Das muß ich dem Könige geben!”
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
“Um des Freundes willen erbarmet euch!”
Und drei mit gewaltigen Streichen
Erlegt er, die andern entweichen.

Und die Sonne versendet glühenden Brand,
Und von der unendlichen Mühe
Ermattet sinken die Knie.
“O hast du mich gnädig aus Räubershand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!”

Und horch! da sprudelt es silberhell,
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er, zu lauschen;
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
Und freudig bückt er sich nieder
Und erfrischet die brennenden Glieder.

Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten;
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
Da hört er die Worte sie sagen:
“Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.”

Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
Ihn jagen der Sorge Qualen;
Da schimmern in Abendrots Strahlen
Von ferne die Zinnen von Syrakus,
Und entgegen kommt ihm Philostratus,
Des Hauses redlicher Hüter,
Der erkennet entsetzt den Gebieter:

“Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
So rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet’ er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.”

“Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht,
Ein Retter, willkommen erscheinen,
So soll mich der Tod ihm vereinen.
Des rühme der blut’ge Tyrann sich nicht,
Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
Er schlachte der Opfer zweie
Und glaube an Liebe und Treue!”

Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichter Chor:
“Mich, Henker”, ruft er, “erwürget!
Da bin ich, für den er gebürget!”

Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
In den Armen liegen sich beide
Und weinen vor Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Augen tränenleer,
Und zum Könige bringt man die Wundermär’;
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Läßt schnell vor den Thron sie führen,

Und blicket sie lange verwundert an.
Drauf spricht er: “Es ist euch gelungen,
Ihr habt das Herz mir bezwungen;
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –
So nehmet auch mich zum Genossen an:
Ich sei, gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der dritte!”

Traducció al Català

Damon s’apropà a Dionís, el tirà,
amb un punyal amagat al vestit:
els guàrdies el posaren entre reixes,
“Què volies fer amb el punyal? Parla!”
li digué sorrut el tirà rabiós.
“Alliberar la ciutat del tirà!”
“D’això te’n penediràs a la creu.”

“Jo estic”, digué ell, “disposat a morir
i no demano que em perdonis la vida:
però si em vols concedir una gràcia
et prego que em donis tres dies
per què pugui casar la meva germana,
et deixo el meu amic com ostatge,
si jo m’escapoleixo el pots executar.”

El rei somrigué amb maligna astúcia
i, després de pensar-s’ho una estona, digué:
“Et concedeixo tres dies,
però sàpigues que si expira el termini
abans que no hagis tornat,
ell morirà al teu lloc,
però la teva condemna serà perdonada.”

I llavors ell anà a veure l’amic: “El rei ha ordenat,
que jo pagui amb la meva vida a la creu
per la meva intenció criminal.
Tanmateix, em concedeix tres dies
per què pugui casar la meva germana;
així doncs, resta amb el rei com ostatge
fins que torni per alliberar-te.”

I, en silenci, el seu fidel amic l’abraçà
i anà a lliurar-se al tirà;
i així l’altre d’allí se’n anà.
Abans de l’alba del tercer dia,
prest ja havia casat la germana,
i s’apressà a tornar amb l’ànima angoixada
per por de no complir amb el termini.

Aleshores caigué un aiguat interminable,
les fonts es precipitaren de la muntanyes,
i creixeren els rius i els rierols.
Ell arribà a la ribera amb el bastó de caminant
just quan la riuada s’emportà el pont
i, retronant, les onades feren saltar
amb estrèpit les voltes dels arcs.

I desolat errà pel marge de la ribera,
per més lluny que esguardà i aguaità
i que llançà la seva veu cridant,
cap nau deixà el port segur
que el volgués portar al lloc desitjat,
cap mariner al timó de la barcassa,
i el riu desbordat esdevingué un mar.

Aleshores s’agenollà a la ribera plorant,
suplicant i aixecant les mans vers Zeus:
“Oh, atura la fúria de les aigües!
Les hores corren de pressa, el sol és a migdia
i quan es pongui,
si no he pogut arribar a la ciutat,
el meu amic morirà per mi.”

Però la fúria de les aigües creixé de nou,
cada onada fonent-se en una altra
i les hores anaven passant,
llavors, impel•lit per la por, agafà coratge
i es llançà al riu que bramulava,
els seus braços vigorosos fendiren el corrent
i un déu es compadí d’ell.

Arribà a l’altra riba i s’apressà
donant gràcies al déu salvador;
però una colla de bandolers,
sortint del cantó del bosc, fosc com la nit,
li barraren el pas, alenant l’homicidi,
i frenant la pressa del caminant
tot brandant garrots amenaçadors.

“Què voleu?” cridà, pàl•lid d’espant,
“No tinc res més que la meva vida
i l’haig de donar al rei!” Amb això
arrabassà el garrot del que era més a prop:
“Per el meu amic, tingueu pietat!”
Amb cops violents acabà amb tres d’ells
i els altres fugiren d’allí.

El sol enviava un foc ardent
i, a causa dels seus incessables esforços,
caigué extenuat de genolls.
“Oh, tu has tingut la bondat d’alliberar-me
de les mans dels bandits, salvar-me de la riuada,
per anar a la terra sagrada, i ara haig de llanguir aquí
mentre el meu amic ha de morir!”

I llavors escolta! Borbollejà, clar com l’argent;
ben a prop, com un mormol de regalim
i ell s’aturà en silenci i parà l’orella;
de les roques, borbollant i fuent, veié
sorgir remorejant una font viva,
i joiós s’ajupí
per refrescar els seus membres coents.

El sol esguardant a través les branques verdes,
projectava damunt les prades resplendents
les ombres gegantines dels arbres;
de sobte veié dos vianants passant pel camí
i de pressa corrents volgué defugir-los
però sentí que estaven dient:
“Ara serà clavat a la creu.”

La por li donà ales als peus que s’apressaren,
i ell fou empès pel turment de l’angoixa;
resplendents en els raigs del capvespre,
veié al lluny els merlets de Siracusa,
i Filostrat, el fidel guardià de la seva casa,
venint al seu encontre, reconegué
amb esglai el seu amo:

“Endarrere! Ja no pots salvar el teu amic,
si més no, salva la teva pròpia vida!
Suara estar per morir.
Hora rere hora, esperava amb l’ànima
plena d’esperança el teu retorn,
l’escarni del tirà no li pogué robar
el coratge de la seva fe.”

“Si ara és massa tard i no puc
aparèixer com un oportú salvador,
que la mort em reuneixi amb ell.
Que el tirà sanguinari no pugui presumir
de què l’amic ha faltat a la seva paraula,
que executi dues víctimes
i cregui en l’amor i la fidelitat!”

Quan el sol s’amagava, arribà a la portalada
i veié la creu ja aixecada;
tota la gent badant al seu voltant,
amb cordes ja penjaven a l’amic;
obrint-se camí entre la compacte multitud
cridà: “A mi, botxí” “A mi has de matar,
jo sóc el que el deixà com ostatge!”

La gentada a l’entorn s’omplí d’estupor
i agafant-se dels braços
ploraven tots de dolor i de joia,
no es veia cap ull sense llàgrimes;
i així es comunicà la sorprenent notícia al rei
que pres d’un sentiment humà,
féu portar els dos amics davant del seu tron,

meravellat, els esguardà força estona
i aleshores digué: “Ho heu aconseguit,
m’heu entendrit el cor i ara veig
que la fidelitat no és cap vana il•lusió –
Preneu-me doncs com company
i, si accepteu la meva sol•licitud,
en la vostra amistat, jo seré el tercer!”

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=zKWCjWztRrM

 

 

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