“Der Taucher / El capbussador” D. 111 (Franz Schubert)

der-taucher

Text de: Friedrich von Schiller

Original Alemany

1. “Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp,
Zu tauchen in diesen Schlund?
Einen goldnen Becher werf’ ich hinab.
Verschlungen schon hat ihn der schwarze Mund,
Wer mir den Becher kann wieder zeigen,
Er mag ihn behalten, er ist sein eigen.”

2. Der König spricht es und wirft von der Höh’
Der Klippe, die schroff und steil
Hinaushängt in die unendliche See,
Den Becher in der Charybde Geheul,
“Wer ist der Beherzte, ich frage wieder,
Zu tauchen in diese Tiefe nieder?”

3. Und die Ritter, die Knappen um ihn her
Vernehmen’s und schweigen still,
Sehen hinab in das wilde Meer,
Und keiner den Becher gewinnen will,
Und der König zum drittenmal wieder fraget:
“Ist keiner, der sich hinunter waget?”

4. Doch alles noch stumm bleibt wie zuvor,
Und ein Edelknecht, sanft und keck,
Tritt aus der Knappen zagendem Chor,
Und den Gürtel wirft er, den Mantel weg,
Und alle die Männer umher und Frauen
Auf den herrlichen Jüngling verwundert schau’n.

5. Und wie er tritt an des Felsen Hang
Und blickt in den Schlund hinab
Die Wasser, die sie hinunterschlang,
Die Charybde jetzt brüllend wiedergab
Und wie mit des fernen Donners Getose
Entstürzen sie schäumend dem finstern Schoße.

6. Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt,
Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt
Und Flut auf Flut sich ohn’ Ende drängt,
Und will sich nimmer erschöpfen und leeren,
Als wollte das Meer noch ein Meer gebären.

7. Doch endlich, da legt sich die wilde Gewalt,
Und schwarz aus dem weißen Schaum
Klafft hinunter ein gähnender Spalt,
Grundlos, als ging’s in den Höllenraum,
Und reißend sieht man die brandenden Wogen
Hinab in den strudelnden Trichter gezogen.

8. Jetzt schnell, eh’ die Brandung wiederkehret,
Der Jüngling sich Gott befiehlt,
Und – ein Schrei des Entsetzens wird rings gehöret,
Und schon hat ihn der Wirbel hinweggespült,
Und geheimnisvoll über dem kühnen Schwimmer
Schließt sich der Rachen, er zeigt sich nimmer.

9. Und stille wird’s über dem Wasserschlund,
In der Tiefe nur brauset es hohl,
Und bebend hört man von Mund zu Mund;
“Hochherziger Jüngling, fahre wohl!”
Und hohler und hohler hört man’s heulen,
Und es harrt noch mit bangem, mit schrecklichem Weilen.

10. Und wärfst du die Krone selber hinein
Und sprächst; wer mir bringet die Kron’,
Er soll sie tragen und König sein –
Mich gelüstete nicht nach dem teuren Lohn.
Was die heulende Tiefe da unten verhehle,
Das erzählt keine lebende glückliche Seele.

11. Wohl manches Fahrzeug, vom Strudel gefaßt,
Schoß gäh in die Tiefe hinab,
Doch zerschmettert nur rangen, sich Kiel und Mast
Hervor aus dem alles verschlingenden Grab –
Und heller und heller, wie Sturmes Sausen,
Hört man’s näher und immer näher brausen.

12. Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt,
Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt,
Und Well’ auf Well’ sich ohn’ Ende drängt,
Und wie mit des fernen Donners Getose
Entstürzt es brüllend dem finstren Schoße.

13. Und sieh! aus dem finster flutenden Schoß
Da hebet sich’s schwanenweiß,
Und ein Arm und ein glänzender Nacken wird bloß,
Und es rudert mit Kraft und mit emsigem Fleiß,
Und er ist’s, und hoch in seiner Linken
Schwingt er den Becher mit freudigem Winken.

14. Und atmete lang’ und atmete tief
Und begrüßte das himmlische Licht.
Mit Frohlocken es einer dem andern rief;
“Er lebt! Er ist da! Es behielt ihn nicht!
Aus dem Grab, aus der strudelnden Wasserhöhle
Hat der Brave gerettet die lebende Seele.”

15. Und der kommt, es umringt ihn die jubelnde Schar,
Zu des Königs Füßen er sinkt,
Den Becher reicht er ihm knieend dar,
Und der König der lieblichen Tochter winkt,
Die füllt ihn mit funkelndem Wein bis zum Rande,
Und der Jüngling sich also zum König wandte:

16. “Lange lebe der König! Es freue sich,
Wer da atmet im rosigen Licht!
Aber da unten ist’s fürchterlich,
Und der Mensch versuche die Götter nicht
und begehre nimmer und nimmer zu schauen,
Was sie gnädig bedecken mit Nacht und Grauen.

17. Es riß mich hinunter blitzesschnell –
Da stürzt’ mir aus felsigem Schacht
Entgegen ein reißender Quell:
Mich packte des Doppelstroms wütende Macht,
Und wie einen Kreisel mit schwindelndem Drehen
Trieb mich’s um, ich konnte nicht widerstehn.

18. Da zeigt’ mir Gott, zu dem ich rief
In der höchsten schrecklichen Not,
Aus der Tiefe ragend ein Felsenriff,
Das erfaßt’ ich behend und entrann dem Tod –
Und da hing auch der Becher an spitzen Korallen,
Sonst wär’ er ins Bodenlose gefallen.

19. Denn unter mir lag’s noch, bergetief,
In purpurner Finsternis da,
Und ob’s hier dem Ohre gleich ewig schlief,
Das Auge mit Schaudern hinuntersah,
Wie’s von Salamandern und Molchen und Drachen
Sich regte in dem furchtbaren Höllenrachen.

20. Schwarz wimmelten da, in grausem Gemisch,
Zu scheußlichen Klumpen geballt,
Der stachlichte Roche, der Klippenfisch,
Des Hammers greuliche Ungestalt,
Und dräuend wies mir die grimmigen Zähne
Der entsetzliche Hai, des Meeres Hyäne.

21. Und da hing ich und war’s mir mit Grausen bewußt
Von der menschlichen Hilfe so weit,
Unter Larven die einzige fühlende Brust,
Allein in der gräßlichen Einsamkeit,
Tief unter dem Schall der menschlichen Rede
Bei den Ungeheuern der traurigen Öde.

22. Und schaudernd dacht’ ich’s, da kroch’s heran,
Regte hundert Gelenke zugleich,
Will schnappen nach mir – in des Schreckens Wahn
Laß’ ich los der Koralle umklammerten Zweig:
Gleich faßt mich der Strudel mit rasendem Toben,
Doch es war mir zum Heil, er riß mich nach oben.”

23. Der König darob sich verwundert schier
Und spricht: “Der Becher ist dein,
Und diesen Ring noch bestimm’ ich dir,
Geschmückt mit dem köstlichsten Edelgestein,
Versuchst du’s noch einmal und bringst mir Kunde,
Was du sahst auf des Meers tiefunterstem Grunde.”

24. Das hörte die Tochter mit weichem Gefühl,
Und mit schmeichelndem Munde sie fleht;
“Laßt, Vater, genug sein das grausame Spiel!
Er hat Euch bestanden, was keiner besteht,
Und könnt ihr des Herzens Gelüsten nicht zähme!
So mögen die Ritter den Knappen beschämen.”

25. Drauf der König greift nach dem Becher schnell,
In den Strudel ihn schleudert hinein;
“Und schaffst du den Becher mir wieder zur Stell’,
So sollst du der trefflichste Ritter mir sein
Und sollst sie als Ehgemahl heut’ noch umarmen,
Die jetzt für dich bittet mit zarten Erbarmen.”

26. Da ergreift’s ihm die Seele mit Himmelsgewalt,
Und es blitzt aus den Augen ihm kühn,
Und er siehet erröten die schöne Gestalt
Und sieht sie erbleichen und sinken hin –
Da treibt’s ihn, den köstlichen Preis zu erwerben,
Und stürzt hinunter auf Leben und Sterben.

27. Wohl hört man die Brandung, wohl kehrt sie zurück,
Sie verkündigt der donnernde Schall –
Da bückt sich’s hinunter mit liebendem Blick;
Es kommen, es kommen die Wasser all,
Sie rauschen herauf, sie rauschen nieder,
Doch den Jüngling bringt keines wieder.

Traducció al Català

1.“Qui gosa, cavaller o escuder,
de tirar-se d’aquest precipici?
Jo hi llenço una copa d’or.
La negra gorja ja l’ha engolit,
el qui em retorni la copa,
se la podrà quedar, serà seva.”

2. Això digué el rei i des de dalt
del penya-segat que, abrupte i rost,
torreja damunt el mar sense fi,
llença la copa en els bramuls de Caribdis.
“Qui és el valent, torno a preguntar
que es vol capbussar en aquestes fondàries?”

3. I els cavallers, els escuders al seu entorn
l’escolten en un profund silenci,
mirant avall, al mar ferotge,
i cap d’ells vol guanyar-se la copa,
i per tercera vegada el rei pregunta:
“Ningú gosa tirar-se al mar?”

4. Però tothom roman en silenci com abans
i un patge, calmat i audaç,
surt del grup dels escuders temorencs,
es treu la corretja i el mantell
i tots els homes i dones al voltant
esguarden admirats l’esplèndid jovencell.

5. I com ell s’apropa al marge del rocam
i esguarda al fons del precipici,
a les aigües que engolides,
ara Caribdis bramulant restitueix
i com, amb la fragor d’un tro llunyà,
escumants, es precipiten a les fosques entranyes.

6. I onegen i borbollen i bramulen i xiulen
com quan es barreja aigua amb foc,
la bromera vaporosa esquitxa fins al cel
i onada rere onada s’empenyen sense parar,
sense mai esgotar-se ni buidar-se,
com si el mar volgués parir un altre mar.

7. Però finalment aquesta força salvatge es calma
i de la blanca escuma s’obre
una profunda esquerda negra,
sense fons, com si conduís a les estances de l’infern,
i rabents, es veu com les onades rompents
són englotides cap dins del gorg xuclador.

8. Ara de pressa, abans que torni la ressaca,
el jovencell s’encomana a Déu,
i se sent un crit d’horror per tot arreu,
i el remolí ja l’ha arrossegat endins,
i misteriosament, damunt l’agosarat nedador,
es tanca la gorja i ell es perd de vista.

9. I cau el silenci damunt l’abisme de les aigües,
només a les profunditats un bramul cavernós,
i se sent un balboteig de boca en boca;
“Noble jovencell, bon viatge!”
I cada vegada més se senten els udols,
i, per terribles moments, tothom espera angoixat.

10. I si tu mateix llancessis avall la corona
i diguessis; el que em retorni la corona
la portarà i serà rei –
aquesta valuosa recompensa no em faria pas glatir.
El que allà baix oculta la fondària bramulant,
no pot ser explicat per cap benaurada ànima vivent.

11. Moltes embarcacions, arrossegades pel remolí,
s’enfonsaren ràpidament a l’abisme,
i, destrossats, només sobresortien la quilla i el pal
de la fossa que tot ho devora –
i cada vegada més clar, com el brunzir de la tempesta,
se sent el bramul cada cop més a prop.

12. I onegen i borbollen i bramulen i xiulen
com quan es barreja aigua amb foc,
la bromera vaporosa esquitxa fins al cel
i onada rere onada s’empenyen sense parar,
i amb la fragor d’un tro llunyà,
escumants, es precipiten a les fosques entranyes.

13. I guaita! De les entranyes de la fosca marea
surt quelcom blanc com un cigne,
i un braç i una esquena lluent emergeixen,
nedant amb força i enèrgic zel,
i és ell, i amb la seva mà esquerra aixecada,
branda la copa fent signes d’alegria.

14. I ell fa un llarg i profund respir
i saluda la llum celestial.
Exultants, criden els uns als altres;
“És viu! És allà! La gorja no l’ha retingut!
De la fossa, de la caverna xucladora de les aigües,
el valerós ha salvat l’ànima vivent.”

15. I ell arriba, la multitud l’envolta amb crits d’alegria,
es prostra als peus del rei,
i agenollat li torna la copa,
el rei fa signes a la seva encisadora filla
i ella omple la copa fins dalt amb vi escumós,
i així el jovencell s’adreça al rei:

16. “Llarga vida al rei! Es delecta aquell
que respira en aquesta llum rosada!
Però allà baix és espantós,
i l’home no ha de temptar els déus
i mai de la vida pretendre de veure
el que llur clemència ha cobert de nit i de tenebra.

17. Amb la velocitat d’un llampec, vaig ser arrossegat
cap avall – llavors d’un forat del rocam,
un impetuós brollador m’envestí:
la força violent del doble corrent m’arrabassà
i fent-me girar vertiginosament com una baldufa,
se m’emportà sense que em pogués resistir.

18. Llavors Déu, a qui jo invocava
en aquell terrible moment de destret,
em mostrà un escull de roques sobresortint del fons,
prest m’hi vaig agafar, escapant a la mort –
i allà, a les punxes del corall, la copa s’havia enganxat,
ja que sinó hagués caigut a l’abisme sense fons.

19. Car dessota meu hi havia encara fondàries com
muntanyes, en una foscúria porpra,
i encara que allà fos com un somni etern per a les orelles,
a baix, els ulls veien amb horror
com es bellugaven salamandres i tritons
a la paorosa gorja de l’infern.

20. Negres, pul•lulaven allà, en una barrejadissa horrible,
amuntegats en monstruosos tropells,
la rajada clavellada, el peix de les roques,
l’abominable deformitat del peix martell
i, amenaçant, em mostrava ses terribles dents
l’espantós tauró, la hiena dels mars.

21. I allà jo estava suspès, conscient d’aquell horror,
tan lluny de l’ajuda humana,
l’únic cor sensible entre les larves,
desemparat en la tremenda solitud,
profundament llunyà de paraules humanes,
enmig dels monstres d’un erm de desolació.

22. I amb una esgarrifança vaig pensar, quelcom
s’arrossega cap a mi, movent cent extremitats al mateix temps,
em vol atrapar – boig de terror,
em vaig deixar anar de la branca de corall:
de seguida m’arrabassà el remolí amb un furiós bramul,
però fou la meva salvació, m’empenyé cap amunt.”

23. Amb tot això el rei queda força meravellat
i diu: “La copa és teva
i, a més, et donaré aquest anell,
ornat amb les més delicades pedres precioses,
si ho intentes una altra vegada i m’expliques
el que veuràs al més profund del fons del mar.”

24. Això, amb tendre sentiment, ho sent la filla
i amb veu afalagadora implora:
“Deixeu estar pare, ja n’hi ha prou d’aquest joc cruel!
Per vós ha suportat el que cap altre hagués suportat,
i si no podeu amansir els antulls del vostre cor,
llavors que els cavallers puguin avergonyir els escuders.”

25. Aleshores d’una revolada el rei agafa la copa
i la llança cap baix al remolí:
“I si ara aconsegueixes tornar-me aquí la copa
seràs el millor dels meus cavallers
i podràs avui mateix abraçar com esposa
la que implora per tu amb tendra compassió.”

26. Llavors una força celestial li captura l’ànima
i l’audàcia fulgura al seu esguard,
veu com la bella figura es ruboritza
i com tot seguit empal•lideix i es desmaia –
això l’empeny a guanyar-se el preciós premi
i es llança cap avall a vida o mort.

27. Se sent ben bé com torna la ressaca
una remor de tronada l’anuncia –
ella acota el cap a l’abisme amb amorós esguard;
les onades arriben, arriben d’arreu,
bramulen pujant, bramulen baixant,
però cap d’elles porta el jovencell.

 

Per escoltar la cançó aneu a l’enllaç:

https://www.youtube.com/watch?v=pwnLpp99F2g&t=127s

 

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Una resposta to ““Der Taucher / El capbussador” D. 111 (Franz Schubert)”

  1. franc1963 Says:

    El poder i la crueltat, tan sovint aliats inseparables!!!!. Preciosa i trista història. Mostra perfecte del romanticisme.

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